teilAuto, Umweltzentrum und tanklust kooperieren bei alternativem Carsharing. Nach wiederholtem Anbieterwechsel und Angebotseinschränkungen will die neue Initiative ein eigenes attraktives Carsharing-System etablieren.

Carsharing endlich wieder mit regionalem Angebot

teilAuto macht mit seinen Carsharing-Plänen in Dresden ernst. In Kooperation mit dem Umweltzentrum und tanklust startete am 16. Mai 2006 Carsharing in der Landeshauptstadt neu. „Wir haben uns vor allem aus der ‚bewegten’ Dresdner Geschichte heraus und aufgrund der vielen ‚Einladungen’ zu diesem Schritt entschlossen“, betont Michael Creutzer von teilAuto, als er heute die Partnerschaft und den offiziellen Start verkündete.

Als Carsharing-Organisation, die seit knapp 15 Jahren in Halle (Saale), Leipzig und Erfurt aktiv ist, beobachte man schon eine Weile die Entwicklungen in Dresden. Und nun ist der ideale Zeitpunkt für ein eigenes Angebot gefunden: Engagiert die Veränderungen vor Ort aufgreifen und als zuverlässiger Partner die Bedürfnisse von Institutionen und Privatpersonen endlich ernst nehmen.

teilAuto-Konzept überzeugt Umweltzentrum

Das Umweltzentrum hatte einst Carsharing mit der DVB und Anderen unter dem Namen stadtmobil Sachsen mitgegründet. Die Pioniere zogen sich allerdings vor 2 Jahren aus dem Carsharing zurück, nachdem stadtmobil an einen Ölmulti verkauft wurde. Mittlerweile stellt der sein Geschäft unter dem Namen „Shelldrive“ auch wieder ein.

Das Umweltzentrum begrüßt die Initiative von teilAuto und will dazu beitragen, dass sie schnell auf Erfolgskurs gebracht wird. Über die Gründe sagt Stefan Mertenskötter (Geschäftsführer Umweltzentrum): „Carsharing soll in der Stadt ein Gesicht haben. Individuelle und persönliche Beratungsmöglichkeiten waren für unsere Zusammenarbeit mit teilAuto Voraussetzung.“ Und weiter: „Carsharing als Ergänzung des ÖPNV, als ökologische und ökonomische Alternative zum privaten Auto muss flexibel und komfortabel gestaltet werden. Die Öffentlichkeitsarbeit muss wieder stärker die Vorteile der Verknüpfung der Verkehrsträger im Umweltverbund hervorheben.“

Ökokraftstoff kein Widerspruch zur Professionalität

Dazu wird von Anfang an auch auf alternative Kraftstoffe gesetzt. „Wir beteiligen uns an diesem Projekt mit einem Pflanzelölfahrzeug“, freut sich Sascha Wagner von tanklust. Wagner der in Freiberg ein eigenes Carsharing-System organisiert und konventionelle Fahrzeuge umrüstet, setzt auf Wachstum in Dresden und will dann weitere Fahrzeuge in das Vermietsystem einbringen.

Das konkrete Angebot zum Start steht fest: 11 Standorte über die Stadt verteilt mit insgesamt 22 Fahrzeugen in 6 Klassen vom Smart bis zum Bus/Transporter, ein lokales Stadtbüro und Konditionen, die für Kurzfahrten aber auch den Urlaub attraktiv sind. Darüber hinaus gibt es für einige Zielgruppen (zum Beispiel Studierende, DVB-ABO-Karten Inhaber) spezielle Sonderkonditionen.

Private und Unternehmer fahren gemeinsam

Als Partner im DB Carsharing und mit Angeboten für betriebliche Nutzer will sich das Projekt auch als überregionaler und professioneller Mobilitätsdienstleister etablieren. Und der erste Kunde ist bereits gefunden. Das Restaurant ‚brennNessel’ nutzt ab sofort die teilAutos. „Als Ergänzung zu unserem eigenen Fahrzeug brauchen wie eine flexible Alternative. Die ideale Lösung ist mit den teilAutos gefunden. Wir zahlen nur, wenn wir tatsächlich nutzen. Und wir haben die Freiheit zwischen Kleinwagen oder Lieferfahrzeug zu wählen. Das hat uns schließlich überzeugt“, verrät der Inhaber Detlef Janz und lädt die letzte Gemüsekiste aus dem neuen teilAuto.