Die Stadt Chemnitz testet die dienstliche Nutzung von Carsharing. Ab sofort stehen dazu Fahrzeuge des mitteldeutschen Anbieters teilAuto zur Verfügung. Zunächst sollen etwa 25 Mitarbeiter die Gemeinschaftsfahrzeuge in Anspruch nehmen und über einen Zeitraum von 12 Monaten ausprobieren können. Dabei wird geprüft, wie der verwaltungseigene Fuhrpark bedarfsorientiert durch Carsharing ergänzt werden kann.

„Wir wollen überprüfen, ob durch den Einsatz von Carsharing-Fahrzeugen unsere dienstliche Mobilität nicht nur flexibler und nachhaltiger gestaltet, sondern auch Kosten eingespart werden können“, erklärt Bürgermeister Sven Schulze. Bereits 2014 hatte die Stadt mit der Einrichtung von Carsharing-Stellplätzen auf kommunalen Parkflächen, wie zum Beispiel am Getreidemarkt, Pionierarbeit geleistet. „Dass die Verwaltung nun selbst Gemeinschaftsautos für dienstliche Wege nutzen möchte, ist nur konsequent“, so teilAuto-Geschäftsführer Patrick Schöne.

„Wir freuen uns sehr, dass sich nun auch Chemnitz in die Reihe mitteldeutscher Stadtverwaltungen einfügen möchte, die ihren Fuhrpark durch umweltfreundliches Carsharing ergänzen“, sagt Dr. Torsten Bähr vom Verkehrswende in Kleinen Städten e.V. Der Verein initiierte vor drei Jahren bereits den Neustart des Chemnitzer Carsharing.

Insgesamt stehen derzeit 16 Fahrzeuge an elf teilAuto-Stationen im Chemnitzer Stadtgebiet bereit. Das Carsharing wird nach Angaben des in Halle an der Saale gegründete Anbieters teilAuto allein in Mitteldeutschland von rund 25.000 Kunden an 16 Standorten genutzt. Deutschlandweit nutzen laut dem Bundesverband Carsharing über eine Millionen Fahrtberechtigte in rund 540 Städten und Gemeinden Carsharing-Angebote.