Wer oft mit dem Fahrrad unterwegs ist, kennt die Situation: Die Ampel schaltet auf Rot und das bedeutet anhalten, vom Sitz heruntersteigen und ein Bein auf dem Boden abstützen. Günstiger ist es dagegen, im Sattel zu bleiben und bei Grün bequem und zügig anzufahren. Dies sollen in Jena jetzt so genannte Ampelgriffe ermöglichen, an denen sich Radfahrer in der Wartephase festhalten können.

Die insgesamt 22 Halterungen befinden sich seit Kurzem an verschiedenen Ampelmasten am Lutherplatz und an den Kreuzungen Stadtrodaer Straße/ Jenaplan, Knebelstraße/ Paradiesstraße, Käthe-Kollwitz-Straße/ Saalbahnhofstraße sowie Erlanger Allee/ Kastanienstraße. Gestiftet wurden sie vom regionalen Carsharing-Anbieter teilAuto im Rahmen der diesjährigen Schritt-für-Schritt-Kampagne der Stadt. „Viele Carsharing-Kunden sind auch aktive Radfahrer. Die Ampelgriffe sind somit als Dankeschön für alle Jenaer gedacht, die auf eine umweltbewusstere Mobilität setzen“, so Niklas Wachholtz, Leiter von teilAuto in Thüringen.

Am kommenden Montag, dem 21. Mai 2012, sollen die Haltegriffe als Auftakt zur Schritt-für-Schritt-Kampagne offiziell eingeweiht werden. Um 14.00 Uhr wird die Dezernentin für Stadtentwicklung, Katrin Schwarz, die Inhalte und Höhepunkte der Kampagne vorstellen und im Anschluss die Ampelgriffe am Lutherplatz offiziell präsentieren. Für die fachgerechte Montage zeichnete dabei der Kommunalservice Jena verantwortlich, der alle Lichtsignalanlagen der Stadt betreut.

Die Idee, Halterungen an Ampelmasten zu befestigen, kommt ursprünglich aus der nordrhein-westfälischen Stadt Marl, die für ihre fahrradfreundliche Verkehrsplanung bekannt ist. Hier montierte man vor mehr als zehn Jahren die ersten Ampelgriffe. Inzwischen haben auch andere Städte, wie beispielsweise Erfurt und Karlsruhe, das Konzept übernommen. Häufig werden die Griffe dabei durch Sponsoren mitfinanziert.