Dresden, 21.09.2018. Im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche 2018 haben die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) und die Landeshauptstadt Dresden gemeinsam mit ihren Partnern den ersten Dresdner Mobilitätspunkt eröffnet. Er bündelt die stadt- und umweltverträglichen Mobilitätsangebote Straßenbahn, Bus, Leihrad und -auto sowie Ladesäulen für E-Autos an einem Ort und ermöglicht so ein schnelles Umsteigen zwischen verschiedenen Verkehrsmitteln.

Der sogenannte MOBIpunkt befindet sich in unmittelbarer Nähe zu der Haltestelle an der Nord-Süd-Achse auf einem Teil des Parkplatzes zwischen der Ringstraße und der St. Petersburger Straße. Der Pirnaische Platz ist der erste von sechs Pilotstandorten, insgesamt soll in Dresden ein Netz von 76 Mobilitätspunkten entstehen.

„Unser Ziel ist es, die private Kfz-Motorisierung und -Nutzung zu senken, um Lärm, Platzbedarf und Luftverschmutzung zu verringern. Die Mobilitätspunkte sind ein wichtiger Baustein unserer Strategie. Für ihren Aufbau und Betrieb haben wir einen Verbund aus lokalen Partnern gebildet“, erläutert Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain. „Wir sind sehr froh, dass sich die DVB hierfür den Hut aufgesetzt haben.“ Aktiv beteiligt sind außerdem die DREWAG – Stadtwerke Dresden GmbH mit Ladesäulen für E-Autos, die DDV-Mediengruppe mit sz-bike, die Firma teilAuto als Carsharing-Betreiber und der Verkehrsverbund Oberelbe. „Die Mobilitätspunkte sollen die Alternativen zum individuellen Autoverkehr besser sichtbar machen und zur einfachen Nutzung einladen“, so Schmidt-Lamontain. 

„Dresden hat das Ziel, zwischen 2005 und 2030 40 Prozent an Treibhausgasen einzusparen. Der Mobilitätsbereich verursacht rund 30 Prozent aller CO2-Emissionen in Dresden. Bisher sind hier leider kaum Rückgänge zu verzeichnen. Der Mobilitätspunkt am Pirnaischen Platz und die bald folgenden weiteren tragen dazu bei, dass die Dresdnerinnen und Dresdner leichter auf klimafreundliche Verkehrsmittel umsteigen können“, so die Leiterin des Klimaschutzstabes Ina Helzig.

Neue Marke MOBI für multimobile Angebote

DVB-Vorstand Andreas Hemmersbach erklärt: „Wir wollen Carsharing, Radverleih und individuelle Elektromobilität einfach und komfortabel mit dem ÖPNV verknüpfen. So können unsere Kunden neue Mobilitätsoptionen praktisch erleben. Die Angebote fassen wir unter der neuen Marke MOBI zusammen.“ An einem MOBIpunkt findet man alle dieser multimobilen Fortbewegungsmöglichkeiten. 

Drehkreuz für Bahn, Bus, sz-bike, teilAuto und E-Ladesäulen

In unmittelbarer Nähe zu den Haltestellen für sechs Straßenbahn- und zwei Buslinien am Pirnaischen Platz bietet der neue MOBIpunkt Platz für zwölf sz-bikes, vier Carsharing-Autos, zwei Ladesäulen für E-Autos und eine öffentliche Fahrradpumpe.

Zwei der Carsharing-Wagen der Firma teilAuto verfügen über einen elektrischen Antrieb. DVB-Stammkunden genießen Preisvorteile bei der Nutzung von Bike- und Carsharing. Außerdem können sie ihre Chipkarte jetzt auch für die Carsharing-Nutzung einsetzen. Zuvor ist eine einmalige Registrierung im DVB-Kundenzentrum nötig. Der bisherige Zugang mit der teilAuto-Kundenkarte oder -App funktioniert natürlich auch weiterhin. 

Perspektivisch werden alle MOBI-Angebote über eine App nutzbar sein. Die Anwendung ist derzeit noch in der Entwicklung und wird bis zum Jahresende vorgestellt. Im nächsten Jahr soll sich auch das Outfit der Leihräder wandeln – aus sz-bike wird MOBIbike.

Unterstützung durch nationale Klimaschutzinitiative

Die Baukosten für den ersten Mobilitätspunkt am Pirnaischen Platz belaufen sich auf rund 345.000 Euro. Der größte Anteil davon entfällt auf die Errichtung einer Kompaktumspannstation zur Stromversorgung sowie der Schnellladesäulen für Elektroautos. Am Pirnaischen Platz ist der bauliche Aufwand im Vergleich zu den kommenden Mobilitätspunkten insgesamt etwas höher. Das ist den Schutzmaßnahmen für den vorhandenen Baumbestand und der Größe der Anlage geschuldet.

Die DVB erhalten für den ersten Mobilitätspunkt und die fünf weiteren Pilotstandorte finanzielle Unterstützung aus der nationalen Klimaschutzinitiative. Für den MOBIpunkt am Pirnaischen Platz sind das etwa 73.000 Euro. Im Rahmen des EU-Projektes Smart City/MAtchUP wurden in der Entwicklungsphase die Anforderungen der Kunden an einen Mobilitätspunkt ermittelt. Dazu hatten die DVB auf dem Betriebshof Trachenberge die Testversion eines Mobilitätspunktes aufgebaut.

>>> Dies ist eine gemeinsame Pressemitteilung der Stadt Dresden, DVB, DREWAG, sz-Bike, VVO und teilAuto.<<<