Leipzig, 28. August 2017. Kürzlich haben die Wirtschaftskammern IHK Leipzig, Handwerkskammer Leipzig und Ingenieurkammer Sachsen im Rahmen eines Aktionsplans „Mobilität Leipzig 700plus“ ihre Forderungen zum Ausbau des Leipziger Verkehrsnetzes formuliert. Der mitteldeutsche Carsharing-Anbieter teilAuto ist von dem vorgestellten Konzept schlichtweg enttäuscht. 

„Kein Wort zu modernen Sharing-Modellen, der Radverkehr wird auf Nebenstraßen verbannt – der Aktionsplan der Wirtschaftsinitiative lässt innovative und zeitgemäße Verkehrspolitik vermissen“, so teilAuto-Geschäftsführer Michael Creutzer. Bei Leipzigs größtem Carsharing-Dienstleister ist man empört darüber, dass man solche Konzepte über die eigenen IHK-Beiträge indirekt zwangsweise mitfinanzieren muss. Der Aktionsplan sei ohne die Beteiligung der Mitglieder entstanden. Ein Meinungsaustausch habe, wie so häufig, nicht stattgefunden. „Allzuoft wird im Namen der „Wirtschaft“ gesprochen und vernachlässigt, dass diese wesentlich differenzierter denkt und arbeitet“, so Creutzer.

Im Rahmen des Aktionsplans werde vor allem der Straßenaus- und -neubau als Lösung und scheinbares Allheilmittel angepriesen. Dies sei jedoch weder bezahlbar noch für eine kompakte europäische Stadt angemessen. „Die autogerechte Stadt der 60er-Jahre ist weder Lösung für den Wirtschaftsverkehr noch führt es zu einem lebenswerten und nachhaltigen Leipzig“, unterstreicht auch Patrick Schöne, ebenfalls Geschäftsführer bei teilAuto und studierter Verkehrsingenieur.

teilAuto wurde 1992 in Halle an der Saale gegründet und ist heute als Carsharing-Anbieter in insgesamt 17 Städten in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen vertreten. Das Unternehmen stellt seinen rund 30.000 Nutzern ca. 850 Gemeinschaftsfahrzeuge vom Kleinstwagen bis zum Transporter bereit. Leipzig ist mit über 12.000 privaten und geschäftlichen Kunden der größte teilAuto-Standort.