Die vom Bundesverband Carsharing e.V. (bcs) erstellte Jahresbilanz zum deutschen Carsharing zeigt deutlich gestiegene Nutzerzahlen. Mehr als 750.000 Fahrberechtigte setzen mittlerweile auf das Prinzip des organisierten Autoteilens. Der seit Jahren beobachtete Trend zum Carsharing hält somit weiter an. Allein in Dresden verzeichnete der mitteldeutsche Anbieter teilAuto im vergangenen Jahr Kundenzuwächse von 24 Prozent.

Rund 5.500 Nutzer hatte das regionale Carsharing-Unternehmen teilAuto zu Jahresbeginn in der sächsischen Landeshauptstadt registriert. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einer Steigerung von gut einem Viertel. Damit wuchs die Nutzerzahl in Dresden sogar noch dynamischer als in Leipzig. Hier betrug der Kundenzuwachs immerhin stattliche 19 Prozent. In der Pleißestadt, in der teilAuto seit dem Jahr 2000 Carsharing anbietet, nutzen aktuell 7.000 Menschen die Möglichkeit des Autoteilens.

„Wir sind 2006 in Dresden gestartet und freuen uns, dass unser Carsharing-Angebot hier so schnell so viel Zuspruch gefunden hat“, sagt teilAuto Geschäftsführer Patrick Schöne. „Insbesondere diejenigen, die regelmäßig Bus, Bahn oder das Fahrrad nutzen, ziehen auch Carsharing immer häufiger in Betracht – als Ersatz für das eigene Auto, das ohnehin meist nur herumsteht.“

Anfang 2014 waren laut der bcs-Jahresbilanz 757.000 Teilnehmer bei den etwa 150 deutschen Carsharing-Anbietern registriert. Davon 320.000 Teilnehmer (plus 50.000) bei den stationsbasierten Angeboten und 437.000 Nutzer (plus 254.000) bei den stationsunabhängigen („free floating“) Angeboten. Erstmals hat die Quote der Carsharing-Nutzer bezogen auf die führerscheinfähige Gesamtbevölkerung ab 18 Jahren damit die Ein-Prozent-Hürde übersprungen.

Diesen Nutzern stehen bundesweit 7.700 Fahrzeuge an 3.900 Stationen im stationsbasierten Carsharing und 6.250 Pkw in stationsunabhängigen Angeboten zur Verfügung. Durchschnittlich 42 Nutzer teilen sich ein Fahrzeug im stationsbasierten Carsharing, 70 Nutzer bei den stationsunabhängigen Angeboten.

Dazu Willi Loose, Geschäftsführer des bcs: „Die Dynamik des Wachstums der stationsunabhängigen Angebote beschränkt sich auf wenige deutsche Städte. Sie sind insgesamt in 14 Städten anzutreffen.“ Die Flächenausbreitung des Carsharing wird hingegen von den stationsbasierten Angeboten geleistet, wie sie auch in Dresden zu finden sind. Diese sind in 380 Städten und Gemeinden mit ihren Angeboten nutzbar. Bezogen auf die dort wohnenden Einwohner werden 33,35 Mio. Einwohner von einem stationsbasierten Carsharing-Angebot versorgt. Stationsunabhängige Angebote sind in Städten mit zusammen 9,31 Mio. Einwohner anzutreffen.

Weiterführende Informationen zur Jahresbilanz Carsharing des bcs unter: www.carsharing.de/presse