Leipzig, 01. Juni 2017. Der mitteldeutsche Carsharing-Anbieter teilAuto plant, sein Netz um 60 Carsharing-Stationen in der Pleißestadt zu erweitern. Dazu übergab er diese Woche einen Katalog mit Standortvorschlägen an Baubürgermeisterin Dorothee Dubrau und Verkehrsamtsleiter Michael Jana. Hintergrund ist das im März verabschiedete Carsharing-Gesetz, das es ermöglicht, für Gemeinschaftsautos reservierte Stellplätze im öffentlichen Straßenraum auszuweisen. 

„Wir können nun gezielter da ansetzen, wo der Stationsbedarf am größten ist“, erklärt teilAuto-Stadtbüroleiter Manuel Emmelmann. Gerade in den beliebten Leipziger Gründerzeitvierteln, wo die meisten Carsharing-Nutzer wohnen, wurde es in letzter Zeit immer schwieriger, Stellplätze zu finden.

teilAuto will auf Grundlage des Standortkatalogs zu einem späteren Zeitpunkt Anträge zur Sondernutzung stellen, wie es im Carsharing-Gesetz ermöglicht wird. Ziel ist es, bis Ende 2019 die 60 aufgeführten Standorte eröffnen zu können. „Dadurch gewinnt Carsharing in Leipzig eine neue quantitative und qualitative Bedeutung“, ist sich Manuel Emmelmann sicher.

„Seit über zehn Jahren gibt es die Diskussion um Carsharing-Stellplätze im öffentlichen Leipziger Straßenraum. Der Katalog ist für uns ein wichtiger Meilenstein“, so teilAuto-Geschäftsführer Michael Creutzer. „Gerade mit Blick auf das Wachstum der Stadt und die damit verbundenen Herausforderungen im Verkehr, wird es immer dringlicher, die Alternativen zum eigenen Auto zu stärken.“ Laut Studien des Bundesverbandes Carsharing ersetzt ein geteiltes Auto in Deutschland rund zehn private Pkw.

Der Gemeinschaftsauto-Anbieter teilAuto wurde 1992 in Halle (Saale) gegründet und ist heute in insgesamt 17 Städten in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen vertreten. Das Unternehmen stellt seinen rund 28.000 Nutzern Fahrzeuge vom Kleinstwagen bis zum Transporter bereit. Die Stadt Leipzig ist mit über 10.000 Carsharing-Nutzern und rund 250 Fahrzeugen der größte teilAuto-Standort.